Ventilabriss

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Ich habe auf günstigem Wege ein Möglichkeit gefunden, die Auswirkungen eines Ventilabrisses bei einer BMW R1200 GS zu fotografieren.

Für den technisch Interessierten sollten die natriumgekühlten Ventile und die spanende Forgebung im Zylinder ein Leckerbissen sein. Für den Fahrer ist es nach wie vor ein Stich ins Herz.

Wie auch immer, ein Klick auf das Foto zeigt die Details ...

Rückleuchte defekt

Abgebrochene KontaktaufnahmeSeit Monaten zeigt mein Moped sporadisch den Ausfall des Bremslichts an. Dem wollte ich heute auf den Grund geben.

Unglücklicherweise waren die Kontakte gut von aussen sichtbar, die Glühbirne ging sauber in die Fassung und es war äusserlich kein Fehler zu entdecken. Ich musste also den Heckteil abnehmen, um die Leuchte komplett in ihre Einzelteile zerlegen zu können.

Dabei stellte sich heraus, das ein Plastikteil aus dem hinteren Teil des Reflektors gebrochen war. Dieser sollte die Kontakte in ihrer Position halten.

Das ist eigentlich ein typischer Fall für die BMW Ersatzteilbestellung - aber nicht wenn ich meinen Ehrgeiz entwickle! Laughing

Hier die Fotostrecke wie man Kompliziertes dauerhaft kleben kann:
http://1afotos.at/20100525_Bremslicht_R1200GS_repariert

2000km - das kann es ja nicht sein ...

 Ich kann es nicht glauben, dass mein neuer Michelin Road Pilot 2 nach 1 Monat und 2000km am Rand abgefahren ist.

 Der neue Tourenreifen von Michelin schneidet bei jedem Test immer besonders gut ab und wird meistens Erster. Das liegt vermutlich technisch daran, dass er zwei unterschiedliche Laufflächenbereiche hat.

Was aber hilft mir ein Reifen der auf Tests zugeschnitten ist und ich 10 Sätze Reifen pro Jahr brauche? Das entspricht dem FÜNFFACHEN Verschleiß als ein Trail Attack von Continental bei gleich hohem Preisniveau. Es halt ein gewaltiger Unterschied ob man EUR 500,- im Jahr für Reifen ausgibt oder ob es EUR 2.500,- sind. Die zusätzlichen Kosten für den Reifenwechsel sind da noch nicht reingerechnet und verschlimmern das Bild.

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Der Reifen ist vermutlich eher für die Teststrecke als für den Alltag.

50.000km Service - Moped läuft wieder

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Ich habe gerade das 50.000km Service hinter mich gebracht.
Nachdem ich die Bremsflüssigkeit ja schon ERFOLGREICH getauscht habe, wurde neben dem Motoröl auch vorsorglich das Öl des Endantriebs, das Getriebeöl und die Zündkerzen getauscht.

Obwohl ich damit bei 10.000km viel zu früh dran bin, wollte ich nicht bei der Sache sparen - ein Besuch bei BMW wäre ein Vielfaches teurer geworden.

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Leider hat die erste Ventileinstellung nicht perfekt funktioniert. Der Motor war nach 4 Stunden noch nicht gleichmässig genug abgekühlt. Der Fehler von ungefähr 5 Hundertstel Millimeter an den Ventilen bedeutete schon eine Differenz des Leerlaufunterdrucks von mehr als 50 Millibar. Nach 10 Stunden abkühlen und einem neuen Versuch rennt das Werk so präzise, dass über den gesamten Drehzahlbereich überhaupt keine erkennbare Druckdifferenzen an meiner Böhm Uhr gibt (<10mbar).

Für den Tausch des Öls im Endabtrieb verwendete ich das Castrol MTX 70W-140. Interessant war, dass die Gummimuffe zwischen Endantrieb und Kardantunnel nur "eingelegt" wird. Dass das dicht ist kann man sich schwer vorstellen. Da aber kein Dreck im Kardantunnel zu erkennen war, wirds schon passen.

Den Kardan ohne Assistenten einzubauen und dabei keine anderen Teile wie den ABS Sensor zu beschädigen, verlangte ein wenig Geschick.

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Auch die alten Bremsbacken hinten wurden nach 10.000km wieder durch die gleichen Sinterbeläge von Lukas ausgetauscht.

Hier möchte ich bemerken, dass bei den gebrauchten Bremsbacken die dickere Seite des Bremsbelages auf der Seite der Bremszylinder mehr Materialreste aufwies als die radnahe Seite. Demnach scheint nicht nur der unsymmetrische Belastung zwischen innerem und äusserem Bremsbelag Rechnung getragen zu werden - ihr wird auch übertrieben entgegengewirkt.

Bremsflüssigkeit bei ABS-I gewechselt

Endlich habe ich mich drübergetraut und die Bremsflüssigkeit meines Mopeds gewechselt.

Aufgestachelt zu diesem Vorhaben hat mich ein Kollege aus der MSC, indem er gemeint hat, dass das alles sehr einfach ist und gar nicht schiefgehen kann.
Grundlage seiner Idee war, dass die Bremsflüssigkeit vom Vorratsbehälter oben irgendwie nach unten zu den Bremsen rinnt. Das hat mir den initialen Antrieb zur Verwirklichung des Projekts verschafft, obwohl ich schon aus einschlägiger Quelle gewusst habe, dass die Sache anders laufen wird.

In kurzen Worten: Es war wie vermutet ein Desaster. Ich hatte ein 1/8 Liter Bremsflüssigkeit entfernt, ohne dass sich der Pegel im Vorratsbehälter änderte.

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Daraufhin habe ich mich an das Manual von BMW gehalten, die 4 Bremskreisflüssigkeitsbehälter sowie die 9 Entlüftungsventile in der korrekten Reihenfolge geöffnet und geschlossen, gepumpt, gesaugt und zur rechten Zeit Stossgebete abgeschickt. Komischerweise funktionierte es dann mit dieser unkreativen Strategie. Die Bilder, die ich gemacht habe, sind leider nicht selbsterklärend, da ich sie erst am Schluß und nicht während der Arbeit fotografiert habe. Wer die Sache aber mit einer BMW-Raparaturanleitung angeht, sollte wissen was ich meine.

Eigentlich ist die Sache sehr einfach: Es gibt zwei Steuerkreise mit sichtbaren Bremsflüssigkeitsbehältern. Dort ist der Siedepunkt der Flüssigkeit für den Betrieb ja nicht relevant und man könnte fürs §57a Gutachten auch nur die Flüssigkeit in den Behältern tauschen.
Die Radkreise allerdings müssen an den Nippeln der Bremssättel abgesaugt werden, während der Flüssigkeitsstand und am Steuergerät kontinuierlich kontrolliert und nachgefüllt wird, während man die Bremse betätigt. Die Prozedur ist nicht einfach, aber bei Weitem nicht so kompliziert wie von BMW oder in vielen Foren behauptet wird!

Was habe ich aus der Aktion gelernt: Wenn man die Hoffnung zuletzt sterben lässt, stehen die Chancen gut vorher eine Lösung zu finden!

GPS am Motorrad montiert

 

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Trotz eines abendlichen Haydn- und Beethovenkonzert konnte ich, zuhause angekommen, nicht widerstehen, die Teile des GPS-Systems zusammensetzen und zu montieren - um 01:30 war das Ergebnis sichtbar.

Ich habe heute das Gerät sofort ausprobieren müssen. Das Foto links beweist, dass es mit den Himmelsrichtungen noch nicht so gut funktioniert, da ich eigentlich eine gemütliche Ausfahrt in wärmere Gefielde wollte.

Für das elektrische Zubehör habe ich die Originallteile von BMW besorgt. Die mechanischen Komponenten wurden von Mototech bezogen und sind nur für gut ausgestattete Werkstätten zu empfehlen.

Mein Herz lacht wieder

Da ich mich nicht an den silberfarbenen Tank gewöhnen konnte, musste auch dieser schwarz werden. Also auch hier Grundierung, Füller, RAL9005 und anschliessend Klarlack drauf.

Optisch ist somit bereits das Endergebnis erreicht, allerdings fehlt noch der Klarlack mit Härter und UV Schutzschicht. Dieser wird in der wärmeren Zeit mit der Lackierpistole aufgetragen werden.

Leider habe ich die Fotos nur bei schlechten Lichtverhältnissen in der Garage machen können (1 Minute belichtet).
Aber wenigstens konnte ich mir so das sehnlich erwartete Endergebnis endlich anschauen.

Ehrliche Meinungen zum neuen Design sind nur erwünscht, wenn sie positiv ausfallen! 

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1200er in schwarz

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Die Lackierarbeiten für Tank und Kotflügel sind abgeschlossen.

Die letzte Schicht Klarlack muss bis auf wärmere Zeiten warten.

Ich hoffe, dass ich mich bald an das neue Design gewöhne ..